Canal de Nantes a Brest
Canal de Nantes a Brest in der Bretagne
Der Canal de Nantes a Brest wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts kanalisiert und bildet den ersten Abschnitt eines Kanals, der vier Flussbecken vereint: die sekundären Becken von Aulne, Blavet und Vilaine sowie das immense Loire-Becken. Der erste Abschnitt ist bis zur Schleuse Goariva an der Grenze zwischen den Departements Finistere und Cotes d´Amor schiffbar. Von hier führt ein künstlich angelegter Abschnitt mit starker Steigung bis zr ersten Scheitelstrecke, der “Tranchée de Glomel”. Diese Strecke mit 32 Schleusen auf 11 Kilometern ist seit 1957 für die Schifffahrt gesperrt und wird auch wohl kaum in nächster Zukunft wieder geöffnet werden.
Ab Glomel führt der Kanal allmählich wieder talwärts durch das Blavet-Tal in Richtung Pontivy. Eine kurze, bei Sportschiffern wenig bekannte Strecke ab Mellionec wurde zwar wieder geöffnet, aber die Navigationsgrenze ist und bleibt der große Staudamm von Guerledan, der unpassierbar ist und auch zur Stilllegung der talseitigen Strecke geführt hat. Trotz des Widerstands der Angler und der großen Herausforderungen, die sich stellt, existieren Pläne für die Wiedereröffnung und für das Passieren des Staudamms.
Ab Pontivy fällt der schiffbare Blavet weiter in Richtung Ozean ab und der Kanal setzt über einen neuen künstlichen Abschnitt seine schwierige Reise in Richtung Osten fort.
An der Scheitelstrecke bei Hilvern, die eine beeindruckende Schleusentreppe aufzuweisen hat, begibt er sich in das Oust-Tal und wir fahren ganz allmählich talwärts bis in die Ebenen des Unterlaufs der Vilaine. Die Navigation ist jetzt nur wenige Meter über dem Meeresspiegel, durch ein Sumpfgebiet mit vielfältiger Pflanzen- und Tierwelt, das sozusagen von der Außenwelt abgeschnitten ist. Hier, rund um die Stadt Redon, sind die bretonischen Kanäle besonders authentisch.
Wir verlassen die Vilaine und navigieren nun auf ihrem Nebenfluss Isac. Bei Blain führt uns eine kleine Steigung, die durch etwa ein Dutzend Schleusen ausgeglichen wird, zu einer letzten Scheitelstrecke. Von hier fahren wir auf die Erdre, die uns auf ihrem friedlich dahinflließenden Wasser bis zur Stadt Nantes bringt, die letzte Etappe einer über 360 Kilomter langen Flussreise.
Schleusen auf dem Canal de Nantes a Brest:
Oberhalb von Chateaulin funktionieren die Schleusen im Selbstbedienungsbetrieb. Die zum Öffnen der Schütze erforderlichem Kurbeln werden den Sportschiffern gegen eine Kaution von 60 EUR im Büro der SMATAH oder ander Schleuse Guily-Glas ausgehändigt. Wenn Sie beabsichtigen, regelmäßig in dieser Region zu fahren, können Sie für EUR 50,- eine Kurbel kaufen. Beim Manövrieren der Schleuse ist es untersagt, die Schütze ohne Hilfe der Kurbeln abzusenken. Auf Bergfahrt muss die Schleuse nach jeder Passage wieder gellert werden. Jede Schleuse hat auf der Bergseite einen treppenförmigen Wartekai, der den Zugang zu den Toren erleichtert. Wartepontons werden derzeit unterhalb jeder Schleuse eingerichtet.
Schleusenöffnungszeiten auf dem Canal de Nantes a Brest:
Von Nantes bis Redon:
April bis Ende Oktober: 9.15 Uhr bis 12 Uhr und 14 Uhr bis 19 Uhr
Während der Öffnungszeiten wird das Schleusen von den Schleusenwärtern übernommen. In der Mittagspause kann die Schleusung von Ihnen selbst vorgenommen werden. Außer in den Monaten Juli und August müssen Sie die folgenden Schleusen selbst von 9.15 Uhr bis 19 Uhr bedienen: Nr. 15 La Touche, Nr. 9 Le Gué de l´Atelier, Nr. 5 La Haie Pacoret, Nr. 3 La Tinandiere. Die Schleusen sind täglich außer am 1. Mai und am 14. Juli geöffnet.
Von Redon bis Pontivy:
Ende März bis Mitte Juni: 9 Uhr bis 12.30 Uhr und 13.30 Uhr bis 18.45 Uhr
Mitte Juni bis Ende August: 9 Uhr bis 12.30 Uhr und 13.30 Uhr bis 19.15 Uhr
Ende August bis Mitte Oktober: 9 Uhr bis 12.30 Uhr und 13.30 Uhr bis 18.45 Uhr
Auf diesem Abschnitt sind die Schleusen am 1. Mai und am 14. Juli geöffnet
Vom Guerlédan-See bis Mellionnec:
Die Schleusen werden vom Freizeitkapitän bedient. Schleusenwärter sind nicht anwesend.
Von der Schleusen Nr. 193, Kervoulédig bis Port Launay:
alle anderen Schleusen funktionieren im Selbstbediensystem.
Schleuse Nr. 237, Guily-Glaz: das ganze Jahr von 8 bis 19 Uhr (die Schleuse ist im Betrieb im Zeitraum von 2 Stunden vor der Fult bis 2 Stunden nach der Flut in Brest)
Schleusenöffnungszeiten: